Anfängerfehler vermeiden – Einsteigertipps für werdende Katzenhalter

 

Die Entscheidung ist gefallen: Stubentiger sollen einziehen. Je näher der besondere Tag rückt, desto mehr steigt die Aufregung und Vorfreude aber auch die Nervosität. Sich ständig wiederholende Fragen kommen auf: Werde ich alles richtig machen? Wird sich die Katze wohlfühlen? Werden wir ein gutes Team?

Keine Sorge! Kein Katzenhalter ist von Anfang an perfekt und die Betreuung eines Tieres bedeutet ständiges Lernen. Anfängerfehler sind daher vollkommen normal und kein Grund zur Panik. Dennoch können folgende Tipps helfen, diese so gering, wie möglich zu halten oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.

1. Freiräume lassen

Katzen sind, anders als Hunde, Individualisten und nicht rund um die Uhr auf ihre Besitzer fixiert. Sie genießen es, die neue Umgebung allein zu erkunden. Natürlich ist es zuckersüß, die tapsige Samtpfote dabei zu beobachten, wie sie neugierig ihr neues Revier durchstreift. Allerdings fühlen sich Katzen bedroht und werden nervös, wenn sie angestarrt werden, denn dies bedeutet in ihrer Sprache, dass ein Kampf bevorsteht.

Auch permanentes Bequatschen, Streicheln oder Spielen schreckt die meisten Katzen eher ab, denn sie entscheiden lieber selbst, wann sie Liebkosungen genießen wollen. Gerade am Anfang benötigen Katzen daher viel Freiraum, um in Ruhe ankommen zu können.

2. Für den Ernstfall vorbereiten

Schon bevor Eure Katze das erste Mal krank wird, solltet Ihr Euch auf die Suche nach einem kompetenten Tierarzt begeben. Das spart im Ernstfall Zeit und Nerven. Es ist außerdem sinnvoll, Eure Samtpfote an eine geeignete Transportbox zu gewöhnen, um sie, wenn es zum Arztbesuch kommt, nicht zusätzlich zu stressen. Auch der Abschluss einer Krankenversicherung kann sinnvoll sein.

3. Geduld haben und Alternativen bieten

Katzen sind Gewohnheitstiere und brauchen meist viel Zeit, um sich an neue Gegebenheiten zu gewöhnen. Auch Vertrauen muss sich erst aufbauen – Eure Katze wird sich nicht sofort an Euch kuscheln und eventuell auch nicht gleich das Katzenklo benutzen. Das verlangt Geduld vom neuen Halter aber diese Geduld wird sich lohnen.

Aber nicht nur die Katze braucht Zeit, sondern auch der frischgebackene Halter muss erst lernen, sein neues Familienmitglied zu verstehen und die Verhaltensweisen richtig deuten zu können. Katzen springen auf Möbel, kratzen an Sofas oder spielen mit den Zimmerpflanzen. Das stört viele Menschen, doch natürliches Verhalten kann man nicht einfach ausstellen. Alternativen müssen her! Wenn die Katze am Sofa kratzt, könnte ein Kratzbaum Abhilfe schaffen. Klettert sie auf Möbeln herum, würde eine Aussichtsplattform ihr sicher gut gefallen, denn Katzen lieben erhöhte Liegeplätze und, wenn mit den Zimmerpflanzen Schabernack getrieben wird, fehlt der Samtpfote vielleicht einfach das richtige Spielzeug oder die nötige Aufmerksamkeit.

 

  1. Niemand ist gerne allein

Gerade Wohnungskatzen haben oft das Pech ihr Leben allein zu fristen. Dabei sind Katzen keinesfalls Einzelgänger, sondern hoch soziale Rudeltiere. Daher eine Bitte: adoptiert niemals eine Katze, sondern mindestens 2. Katzen, die jahrelang allein gehalten werden, können Verhaltensstörungen entwickeln (z.B. Aggression, Depression oder Zerstörungswut). Außerdem verlernen sie die katzentypische Kommunikation und so kann eine spätere Zusammenführung sehr schwierig bis unmöglich werden.

Sozialkontakt gehört, genau wie Futter und tierärztliche Versorgung zu den Grundbedürfnissen einer Katze und das ohne Wenn und Aber. Sollte aus irgendeinem Grund nur die Haltung einer Katze möglich sein, so sollte man sich eine ältere Katze aus dem Tierheim suchen, die aufgrund von jahrelanger Einzelhaltung nicht mehr vergesellschaftet werden kann oder ehrlich mit sich selbst sein und gänzlich auf die Katzenhaltung verzichten.

 

  • Geschrieben von Sarah