Weihnachten – mögliche Gefahren für den Hund

 

Die besinnliche Weihnachtszeit rückt immer näher. Während Weihnachtsbaum, Adventskranz und Dekoration für uns Menschen meist ein Grund zur Freude ist, können diese und andere Sachen für unsere Vierbeiner mitunter gefährlich werden. Welche Gefahren in der Weihnachtszeit auf unsere Hunde lauern, erfahren Sie in folgendem Beitrag:

1. Brennende Kerzen

Zwar halten Hunde meist von Natur aus einen gewissen Sicherheitsabstand zu brennenden Kerzen, jedoch sollten diese dennoch niemals in Reichweite des Hundes stehen. Die Gefahr, dass er beim Toben versehentlich dagegen stößt oder die Kerze mit der wedelnden Rute umwirft und sich damit verbrennt oder einen Brand verursacht, ist einfach zu groß. Kerzen auf niedrigen Tischen oder an den unteren Zweigen des Weihnachtsbaums sind deshalb tabu.
Wenn doch etwas passiert, sollten Sie die betroffene Stelle sofort unter lauwarmen Wasser kühlen (bitte kein eiskaltes benutzen). Brandsalben für Menschen sollten allerdings keinesfalls auf den Hundekörper. Auch bei kleineren Verbrennungsverletzungen ist es ratsam, den Tierarzt aufzusuchen, da sich das Ausmaß von Verbrennungen bei Hunden oft erst sehr viel später zeigt.
Wem das Risiko trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu groß ist, findet mit LED-Lichtern Alternativen zum echten Kerzenschein.

 

2. Süße Versuchungen

In der Weihnachtsbäckerei gibt es manche Leckerei… Was für uns Menschen zum Weihnachtsfest einfach dazugehört, kann für Hunde schnell gefährlich werden. Die Kakaobohnen, aus denen Schokolade hergestellt wird, enthalten das für Tiere giftige Theobromin. Die tödliche Menge Theobromin pro kg Körpergewicht eines Hundes liegt ungefähr bei 100mg. Eine Tafel Zartbitterschokolade (100g) enthält 500mg Theobromin und ist damit tödlich für einen 5kg schweren Hund. Aber auch schon weitaus kleinere Mengen können schwerwiegende Vergiftungen hervorrufen, weswegen Schokolade unbedingt außerhalb der Reichweite von Hunden aufbewahrt werden sollte.
Außerdem vermieden werden sollte die Aufnahme von Muskatnuss, Hefeteig, Plätzchen, Zimt, Lebkuchen und Rosinen.
Auch Alkohol ist hochgiftig für Hunde. Das darin enthaltene Ethanol führt zu Koordinationsstörungen, bis hin zur Atemnot oder Koma. Bereits ein Glas hochprozentiger Alkohol wird dabei für einen 10kg schweren Hund zur tödlichen Gefahr.
Weihnachten ist die Zeit der Nächstenliebe, der Familie und des Teilens – dennoch sollten Sie Ihrem Hund keine Reste vom Festtagsessen geben, auch, wenn Sie ihm damit etwas Gutes tun wollen. Menschliches Essen ist für Hunde meistens viel zu stark gewürzt und zu fettig. Des Weiteren können z.B. gekochte Knochen splittern und so den Verdauungstrakt des Hundes verletzen.
Besonders giftig sind auch Zwiebeln
, denn diese enthalten N-Propyldisulfid, welches die roten Blutkörperchen zerstört. Eine Gemüsezwiebel ist für einen 10kg schweren Hund tödlich.

3. Der Weihnachtsbaum

Gerade für junge Vierbeiner, ist ein großer, bunter Weihnachtsbaum ein prima Spielzeug. Spielen mit dem Tannenbaum oder seiner Deko sollte von Anfang an konsequent unterbunden werden, denn auf den grünen Ästen lauern einige nicht zu unterschätzende Gefahren:

  • Tannennadeln enthalten gefährliche ätherische Öle
  • Lametta wird von unseren Vierbeinern gern einmal verschluckt, was im Schlimmsten Fall zum Darmverschluss führen kann. Sogenanntes Stanniol Lametta enthält sogar noch einen Kern aus Blei, um das Lametta zu beschweren und Blei ist hochgradig giftig.
  • Für Hunde sehen die bunten Christbaumkugeln nicht selten aus, wie tolle Spielbälle. Manche Hunde neigen deswegen dazu, die Kugeln ins Maul zu nehmen und hineinzubeißen. Dies kann zu schweren Schnittverletzungen im Mund- und Rachenbereich und, bei besonders gierigen Fellnasen, sogar im Magen-Darm-Trakt führen.
  • Das Wasser, in welchem der Christbaum steht, enthält nicht selten Harze oder Konservierungsstoffe, mit denen der Baum vorher behandelt wurde. Auch diese sollten vom Hund nicht aufgenommen werden, da sie zu Vergiftungserscheinungen führen können.
  • Auch elektrische Lichterketten müssen nicht ungefährlich sein. Besonders erkundungswütige Vierbeiner könnten versehentlich hineinbeißen und sich so einen Stromschlag

 

Um diesen Gefahren zu entgehen, kann Baumschmuck aus ungefährlicheren Materialien, wie Holz verwendet werden. Des Weiteren sollten die unteren Zweige, die sich in Reichweite des Hundes befinden, nicht geschmückt werden. Ein sicherer Standort des Baumes, an dem der Hund nicht ständig vorbeigehen muss, ist ebenfalls von Vorteil. Zusätzlich kann der Weihnachtsbaum an Wand oder Decke gesichert werden, um ein Umfallen zu vermeiden. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sollte ihr Hund sich allerdings nie unbeaufsichtigt beim Weihnachtsbaum aufhalten.

 

4 .Geschenkpapier und Schleifen


Auch Geschenkpapier und Geschenkband sind für Hunde oft ein unwiderstehliches Spielzeug. Sie können Ihrem Tier ruhig erlauben mit dem Papier der ausgepackten Geschenke zu spielen aber bitte achten Sie darauf, dass er dabei nicht auf eine Schleife trifft und diese versehentlich verschluckt. Hier gilt ganz klar: Spaß ist erlaubt aber bitte nur unter Aufsicht.

5. Was sonst noch gefährlich ist
Was gehört noch zur richtigen Weihnachtsstimmung? Richtig: der passende Duft und Schnee. Da Schnee im Wohnzimmer selten zu finden ist, greifen einige Menschen auf Schneesprays zurück. Diese sind giftig und sollten keinesfalls vom Hund abgeleckt werden. Das gleiche gilt übrigens für Duftöle. Auch diese sollten keinesfalls einer Kostprobe unterzogen werden und sind zusätzlich noch für die empfindliche Hundenase sehr unangenehm. Verzichten Sie also lieber auf solche Sachen – Ihrem Tier zu Liebe.

Wenn auf all dies geachtet wird, steht einem wunderschönen Weihnachten nichts mehr im Wege.

 

Das Team der Tiermeldungszentrale wünscht Ihnen und Ihren Vierbeinern ein besinnliches Weihnachtsfest.